Mallorca-Urlaub genießen – Teil 1
Der Flug ist gebucht, die Koffer sind gepackt und alles andere ist soweit vorbereitet. Mein Ziel: die Balearen, genauer gesagt die größte Insel der Balearen, Mallorca. Ich wollte mir selbst ein Bild von der Insel verschaffen, in der Jahr für Jahr viele Deutsche ihren Urlaub verbringen. Da gibt es die Jugendlichen, für die die größte Attraktion der Ballermann mit seinen vielen Diskotheken und Bars ist. Sie freuen sich auf Eimer voll Sangria, die es schon zur Mittagszeit gibt, auf schnelle Bekanntschaften und Flirts, die auch in Zeiten der Schweinegrippe nicht weniger werden und natürlich auf das Feiern im Oberbayern oder ähnlichen Lokalitäten, wo sie Partyhits wie „Zehn nackte Friseusen“ lauthals mit grölen. Dabei hat Mallorca noch so viel mehr als drei Sterne Hotels mit All-inclusive-Angeboten zu bieten.
Ich habe mir vorgenommen die mallorquinischen Sehenswürdigkeiten abzuklappern und mir ein ganz neues Bild von Deutschlands Ferieninsel Nummer eins zu verschaffen. Meine Suche nach dem „wahren“ Mallorca führt mich in das Tramuntana Gebirge . 500 Meter über dem Meer liegt das Kloster Lluc in einer atemberaubenden Landschaft. Das Kloster wurde 1250 gebaut und im Laufe der Jahre musste es oftmals wieder auf- und umgebaut werden. Vor Beginn des Massentourismus war es ein Ort der Ruhe und Andacht, mittlerweile wird es täglich von tausenden Touristen besucht, so muss man für das Museum, das sich in dem Kloster befindet Eintritt bezahlen muss, der jedoch gering ausfällt. Das Thema des Museums ist nicht wirklich klar, es finden sich verschiedene archäologische Funde und es geht eher um Mallorca, als um das Kloster. Dennoch ist das Kloster einen Besuch wert, vor allem wegen seiner berühmten Madonna-Statue.
Im Westen der Insel will ich den kleinen Ort Deia besuchen, der als Künstlerdorf bekannt ist. Seit dem 18. Jahrhundert zieht das malerische Dorf, das in den Bergen des Tramuntana Gebirges liegt, Künstler an, darunter bekannte Namen wie Andrew Lloyd Webber, Pierce Brosnan und zu Lebzeiten auch Sir Peter Ustinov. Ein Besuch des Kunst- und Archäologie-Museums gehört zum Pflichtprogramm in Deia, genauso wie ein Besuch des alten Friedhofs. Von dort hat man nämlich eine tolle Aussicht auf das Meer und das Gebirge und hier liegen viele der ausländischen Künstler begraben.
Was ich bei meiner Reise noch alles gesehen und erlebt habe werden Sie demnächst erfahren.